• Arthrose im Fuß - medikamentöse konservative Therapie
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1. Medikamentöse Therapie

Die nichtsteroidalen Antirheumatika sind häufig eingesetzte Medikamente, wie etwa Voltaren. Sie hemmen die Entzündung und sind schmerzlindernd. Natürlich können auch andere Schmerzmittel zum Einsatz kommen, wie das Paracetamol oder auch die Opioide, je nach dem, welche Begleiterkrankungen und Verträglichkeiten bestehen. Manchmal ist eine Dauermedikation sinnvoll, zumindest solange bis der Schub der aktivierten Arthrose beendet ist.  

2. Cortison

Auch das Cortison macht Sinn. Es wird bei der Arthrose ins Gelenk gespritzt. Solche Spritzen sollten maximal viermal verabreicht werden. Der Effekt ist eine Entzündungslinderung, der Erguss bildet sich in der Regel zurück. Allerdings hält der Effekt hält oft nur ein paar Wochen an. Man kann akute Beschwerden damit lindern, mehr kann man durch das Cortison jedoch nicht erreichen. Das Cortison darf niemals in Sehnen oder ins Fettgewebe gespritzt werden. Sehnen und Fettgewebe tolerieren das Cortison nicht. Es kann sehr schnell oder auch verzögert zu einem Sehnenriss kommen. Das Fettgewebe am Fuß kann atrophieren, d.h. sich zurückbilden. Dem Fuß fehlt damit ein wichtiger Puffer beim Abrollvorgang. Es entstehen therapieresistente Schmerzen. In einem solchen Fall gibt es keine chirurgische Möglichkeit zur Wiederherstellung dieses Fettgewebes. 

3. Gelatine und Murmeltierfett

Eine klinische Wirkung ist hierfür nicht belegt. Dem Vitamin E wird ein positiver Effekt zugesprochen, der jedoch ebenfalls nicht in den Studien belegt ist. Die Teufelskralle, die Weidenrinde wirken schmerz- und entzündungshemmend. 

4. Hyaloronsäure

Erhältlich ist auch die Hyaloronsäure. Es handelt sich hierbei um Bestandteile der Gelenkflüssigkeit, die für die elastischen Eigenschaften des Gelenks verantwortlich sind und das Fortschreiten der Arthrose verhindern. Eine Wirkung tritt aber nur in den ersten Stadien der Arthrose ein. Bei einer Arthrose im fortgeschrittenen Stadium, d.h. beim arthrotischen Gelenk mit wesentlichem Verlust des Gelenkknorpels, massiven Osteophyten, also knöchernen Anbauten, ist dieses knorpelaufbauende Medikament jedoch sinnlos. Es ist also nur für die ersten Phasen der Arthroseerkrankung geeignet.