• Arthrose im Fuß - nichtmedikamentöse konservative Therapie
  • Arthrose im Fuß - nichtmedikamentöse konservative Therapie
  • Arthrose im Fuß - Arthrose-verträglicher Sport
  • Arthrose im Fuß - Physiotherapie
  • Arthrose im Fuß - nichtmedikamentöse konservative Therapie
  • Arthrose im Fuß - Orthopädietechnik

1. Welchen Effekt hat die Beratung?

Die Beratung hat einen sehr hohen Stellenwert. Der informierte Patient kann sich entsprechend verhalten. Ernährungsberatung und einfache Informationen über das Krankheitsbild sind sehr hilfreich, um Fehlverhalten zu verhindern und um sich richtig darauf einzustellen, z.B. um die richtigen Schuhe zu kaufen. 

2. Sport

Sport spielt ebenfalls eine große Rolle. Der hyaline Knorpel, also der Gelenkknorpel, benötigt zu seiner Versorgung regelmäßige Bewegung und eine leichte Kompression. Der Freizeitsport mit Belastungen im Low Impact Bereich führt nicht zur Beschleunigung des Arthroseprozesses. Das heißt, wenn Sie walken, können Sie die Arthrose nicht verschlechtern. Bei Sprüngen tritt jedoch eine Verschlechterung der Arthrose ein. Moderate Sportarten, die keinen Stress auf das Gelenk ausüben, sind zu empfehlen. Wettkampfsport, Feldsport, Schlägersportarten etc. sind Risikosportarten. Sie erhöhen das Arthroserisiko. 

3. Welche Sportarten sind sinnvoll?

Impulsbelastungen und Extrembewegungen sind Gift für die Gelenke. Empfohlen werden Walken, Skilanglauf, Schwimmen, Aqua-Jogging, Fahrrad fahren... 

4. Physiotherapie

Die Krankengymnastik kommt natürlich auch zum Einsatz. Dies macht Sinn, wenn die Arthrose bereits aktiviert ist. Die Physiotherapeuten versuchen mit ihren Techniken die Muskulatur zu stärken. Die Propriozeption, also die Balance, soll wiederhergestellt werden. Besonders nach einer Operation versuchen Physiotherapeuten, die Beweglichkeit eines Gelenks zu verbessern. Das Gelenk soll wieder ans Laufen gebracht werden. Auch die Schienenbehandlung wird nach einem operativen Eingriff z.B. nach einer Hallux valgus Korrektur eingesetzt.  

5. Weitere Maßnahmen

Weitere Maßnahmen? die Eisbehandlung, die Kryotherapie. Eis wirkt schmerzlindernd. Eis wird dann auf ein Gelenk aufgetragen, wenn die Arthrose aktiviert ist, ein Erguss und eine Schwellung vorliegen. 

Im chronischen Zustand, wenn die Schmerzen zum Dauerzustand geworden sind, wird Wärme empfohlen. Dies hat ebenfalls schmerzlindernde Wirkung. 

Elektrotherapie wirkt ebenfalls schmerzlindernd durch Hyperämisierung, d.h. die Durchblutung des Gelenks wird verbessert. Es existieren verschiedene Formen der Elektrotherapie, wie die häufig eingesetzte Iontophorese, bei der ein Wirkstoff einer Salbe durch die Haut in tiefere Gewebeschichten geleitet wird. 

6. Orthopädietechnik

Die Orthopädietechnik spielt eine wichtige Rolle. Bei Erkrankungen des Fußes steht natürlich die Einlagenversorgung an erster Stelle. Bei den Einlagen spielt der Einlagenzweck eine große Rolle: soll der Fuß gebettet oder korrigiert werden? Wenn durch die Einlage eine Achsfehlstellung korrigiert werden soll, muss die Einlage nach ihrer Anfertigung zwingend vom Arzt kontrolliert wird. Eine falsche Einlage schadet Ihnen. 

Auch die Schuhzurichtung spielt eine Rolle. Wir brauchen bei einer Arthroseerkrankung häufig Sohlenversteifungen. Dadurch werden die betroffenen arthrotischen Gelenke ruhiggestellt. So werden Schmerzen und Symptome der Arthrose reduziert. Die Sohlenversteifung kann an der Arthrose selbst nichts ändern, aber die Beschwerden werden deutlich reduziert. 

Nicht jeder Fuß, der an einer Arthrose erkrankt ist, benötigt einen orthopädischen Maßschuh. Auch nicht jeder operierte Fuß braucht einen orthopädischen Maßschuh. Der Maßschuh ist sozusagen die letzte Instanz. Ein geeigneter Konfektionsschuh ist in den meisten Fällen ausreichend. Ein geeigneter Konfektionsschuh, der ggf. mit einer Einlage oder einer Abrollhilfe ausgestattet wird, ist meistens ausreichend.